Nina Dont – Autoreninterview


Nina Dont lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt am Main. Mit dem
Schreiben hat sie erst vor wenigen Jahren begonnen, aber seitdem kann sie nicht mehr damit aufhören. Wenn sie nicht gerade andere Länder bereist, spielt sie Fußball in der Kreisliga oder steckt ihre Nase in Bücher.
  1. 2020 ist dein erstes Buch erschienen. Beides sind Familienromane. Wie wichtig ist dir selbst deine Familie?

Familie ist mir sehr wichtig. Ich war früher nach der Schule und am Wochenende viel bei meinem Opa, weil er mein absoluter Lieblingsmensch war. Wir waren sehr viel im Garten und haben Gemüse angepflanzt und ich habe mich durch seine Himbeer- und Ribisel-Sträucher gegessen. Am Wochenende haben wir (gefühlt) jeden Sonntag einen Ausflug zu seinen Brüdern gemacht. Mein Opa hatte selbst zehn Geschwister, von denen sechs oder sieben den Krieg überlebt haben und mit nach Deutschland vertrieben wurden. Ihm war seine Familie und seine ursprüngliche Heimat in Südmähren (Tschechien) sehr wichtig und ich denke, das hat sich auch auf mich übertragen. Auch meine Mama hat immer drauf geachtet, dass wir all unsere Verwandten besuchen und auch regelmäßig nach Znaim in Tschechien fahren.

  1. Womit begann das Schreiben für dich?

Das Schreiben begann mit meiner Familie. Wir versuchen alle paar Jahre ein Familien-Treffen zu organisieren und 2018 im Oktober habe ich es mit meiner Mutter ausgerichtet. Auf dem Treffen sagte einer der Älteren zu mir, dass die Anekdoten, die wir uns immer wieder erzählten, nicht in Vergessenheit geraten dürften und dass es die Aufgabe meiner und der nachfolgenden Generationen sei, dass sie weiterhin erzählt werden. Einen Tag später habe ich die Anekdoten in ein Word-Dokument geschrieben. Nach und nach hat sich eine Idee in meinem Kopf zusammengesponnen und daraus ist mein erster Roman „Die Stille meiner Heimat“ entstanden.

  1. Du hast dich für das Selfpublishing entschieden: Was gefällt dir daran am besten?

Mein erstes Buch war und ist mir so enorm wichtig, dass ich es so wahrheitsgetreu wie möglich schreiben wollte. Man findet dort viele Anekdoten meiner Familie und viele Running-Gags. Außerdem habe ich Wochen und Monate mit der Recherche verbracht. Daher wollte ich es auch genauso in die Welt entlassen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Das war eigentlich der Hauptgrund, warum ich ins Selfpublishing gegangen bin, und das ist der Grund, warum ich mich dort immer noch sehr wohl fühle. Ich kann die Bücher so schreiben und gestalten, wie ich das möchte. Klar, es ist harte Arbeit und man muss viel Geld in die Hand nehmen. Aber die kreative Freiheit ist mir schon sehr wichtig.

  1. Deine Titel „die Stille meiner Heimat“ und „Wellen der Hoffnung“ sind sehr einprägsame Titel. Wie kommst du auf sie?

„Die Stille meiner Heimat“ kam mir beim Schreiben. Ich habe die Worte aufgeschrieben und dann lange erst mal ignoriert, weil zu dem Zeitpunkt noch nicht feststand, ob ich das Buch überhaupt veröffentliche. Jedes Mal, wenn ich in unserer alten Heimat bin (ein Ort, den es nicht mehr gibt), betäubt mir die Stille die Ohren. Daher der Titel. Für das zweite Buch „Wellen der Hoffnung“ habe ich tatsächlich 25 Anläufe gebraucht. Immer wieder habe ich die Worte umgestellt und neu geschrieben. Wenn mir ein Titel besonders gefiel, gab es ihn schon. Ich bin mit “Wellen der Hoffnung” sehr zufrieden, denn Hoffnung kommt und geht manchmal wie Wellen am Strand 😉

  1. Was macht für dich eine gelungene Geschichte aus?

Bücher müssen mich persönlich in den Bann ziehen und mich nicht mehr an den Alltag denken lassen. Wenn ich dann daraus auch noch etwas für mein Leben mitnehme, dann ist das für mich die perfekte Mischung.

  1. Welche Szenen sind am schwierigsten zu schreiben

Ich schreibe nicht gerne diese detaillierten Liebesszenen. Ich lese sie auch nicht gerne in anderen Büchern und überspringe sie fast immer. Meistens treiben sie nicht wirklich den Plot voran und dann ist es für mich irrelevant.

  1. Verrate uns drei Fun Facts über dich.

Fun Fact 1: ich spiele Fußball seit ich zwölf bin und liebe den Ausgleich zu meinem Büro-Job und dem Schreiben am Laptop.

Fun Fact 2: Meine Deutschlehrerin hat in der siebten oder achten Klasse eine Nachricht in mein Heft an meine Mutter geschrieben, dass sie mir mehr Bücher zum Lesen geben soll, weil ich meine Rechtschreibung und mein Satzbau zu wünschen übrig ließe.

Fun Fact 3: Ich bin ein absoluter Geschichts-Nerd und liebe es, über frühere Ereignisse auf Wikipedia nachzulesen. Manchmal verliere ich mich dann regelrecht in einer Recherche und stelle um 1 Uhr nachts fest, dass ich echt mal das Handy aus der Hand legen sollte.

  1. Zu welcher Uhrzeit schreibst du am liebsten/ bist du am kreativsten?

Leider habe ich keine feste Schreibroutine. Zwischen Vollzeit-Job, Fernstudium und Fußball muss immer alles genau geplant sein, nur um dann doch über den Haufen geworfen zu werden 😉 Meistens schreibe ich am Wochenende, weil ich mich da für längere Zeit auf mein Skript konzentrieren kann. Mir fällt es sehr schwer, mich „nur“ für 20 oder 30 Minuten hinzusetzen. Ich brauche Ruhe, die to-do Liste muss abgearbeitet sein. Ich kann nicht unter Stress schreiben. Man könnte also sagen, dass ich am kreativsten bin, wenn ich keinen Zeitdruck habe und mein Kopf frei ist.

  1. Mit welchem Buch hat deine Leidenschaft fürs Lesen begonnen?

Da ich schon immer gern gelesen habe, kann ich das gar nicht so genau sagen. Ich kann mich nur noch grob erinnern, dass ich ‚die wilden Hühner‘ und ‚freche Mädchen – freche Bücher‘ gern gelesen habe oder natürlich Harry Potter. Was mich auch sehr früh geprägt hat, war ‚der kleine Prinz‘.

  1. Unterstützt dich deine Familie beim „Autorin sein“/„Selfpublisher sein“?

Meine Mama ist glaube ich meine größte Unterstützerin. Mein Papa unterstützt mich auf seine Art: er hört (manchmal) zu 😊 Ich habe viele Familienmitglieder, die mich sehr unterstützen und jeden Zeitungsartikel aufheben und sich zu Hause hinhängen. Ich habe allerdings auch Verwandte, die Bücher überhaupt nicht wichtig finden und mich lieber endlich verheiratet und mit Kindern sehen wollen. Ähnlich ergeht es auch Sophie in „Wellen der Hoffnung“. Man sagt ja, man soll schreiben, was man kennt 😉

  1. Was möchtest du deinen Lesern mit auf den Weg geben?

Ich danke jedem einzelnen von euch für eure Unterstützung. Es ist wundervoll, dass ihr meine Bücher lest, rezensiert und weiterempfehlt. Ich freue mich über all eure lieben Nachrichten und eure Unterstützung. Bleibt so, wie ihr seid, denn ihr seid wundervoll ❤

Veröffentlicht von Books_of_Namine

Hallo ihr Lieben und willkommen auf meinem Blog 😊! Hier möchte ich mich mit euch über Bücher austauschen sowie hin und wieder auch was eigenes veröffentlichen. Gerne könnt ihr mir auch Nachrichten schicken und mir eure Meinung zu dem ganzen Geschreibsel mitteilen. Alle Einträge behandeln Werbung, weil sie selbstgekaufte Bücher zeigen. Sollte ich ein Rezensionsexemplar zeigen, wird dies natürlich angegeben 😉. Nach und nach verändert sich die Seite noch etwas... so! Genug gefaselt - viel Spaß beim durchblättern 😘

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