Kate Franklin

Kate Franklin erschafft seit 2015 romantische Geschichten – mal mehr und mal weniger prickelnd. Sie selbst beschreibt sich als ein wenig verrückt-chaotisch’. Besonders schön an ihren Büchern ist, dass die Protagonisten dem wahren Leben entsprungen sein könnten. 
Ihr Motto lautet ‘Weil schreiben Liebe ist’ – aber wer versteckt sich denn hinter dem Pseudonym?
Ich hab da mal ein paar Fragen für euch gestellt:

Frage: Fließen bei dir auch Charaktereigenschaften von dir selbst in deine Protagonisten ein?

Antwort: Es wäre gelogen, wenn ich das jetzt verneinen würde. Tatsächlich kann ich es kaum verhindern, dass meine Charaktere gewisse Eigenheiten, Vorlieben oder Abneigungen von mir aufs Auge gedrückt bekommen. Emma aus „Herz über Kopf“ zum Beispiel liebt es, zu fotografieren – das hat sie von mir. Ivy, die Hochzeitsplanerin aus „Wedding Wishes“ hat eine Schwäche für Ingwerkekse – die ist auch von mir … Auch Louisa aus „Right beside You“ ist wie ich ein kreativer Kopf. Aber das sind oftmals nur Kleinigkeiten, im Großen und Ganzen versuche ich schon, meinen Protagonisten ganz eigenen Persönlichkeiten zu schaffen.

Frage: Wie kommst du auf deine Ideen?

Antwort: Meine Lieblingsfrage 😉 Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung, WOHER genau sie kommen. Die Ideen sind meistens einfach da. Seit ich mit dem Schreiben vor über 5 Jahren begonnen habe, steht mein Hirn quasi nie still. Es arbeitet ständig und ist empfänglich für allerlei Plot-Ideen. Mal sind das Lied- oder Filmsequenzen. Mal ein Foto. Mal ein Gespräch mit Freunden, das mich inspiriert. Oftmals sind aber die Charaktere einfach von jetzt auf gleich in meinem Kopf (Gott, das klingt echt spooky) und diskutieren, streiten oder was auch immer und daraus entstehen dann Geschichten.

Frage:Du bist natürlich nicht nur Autorin sondern auch Leserin. Wer ist dein/e Lieblingsautor/in?

Antwort: Die EINE Lieblingsautorin habe ich nicht. Aktuell komme ich leider viel zu selten zum Lesen, aber es gab Zeiten, da habe ich Bücher nur so inhaliert. Natürlich habe ich die Harry-Potter-Bücher alle gelesen, genauso wie Twilight (schmacht), Liebesromane schon immer, Krimis und ja, natürlich habe ich auch Fifty Shades of Grey gelesen 😉 Aber ich könnte mich nie auf eine Autorin / oder einen Autor festlegen, dazu gibt es viel zu viele gute Geschichten.

Frage: Wie entstehen deine Figuren?

Antwort: Wie schon beschrieben, entspringen die mal eben so meiner Fantasie. Sie sind einfach da, erzählen mir ihre Geschichten und ich forme den Rest drumherum. Das passiert inzwischen irgendwie ganz automatisch. Ich überlege mir, wie sie aussehen, woher sie kommen, welchen Background sie haben, was sie erlebt haben und auf welche Reise ich sie schicken möchte. Das macht unheimlich viel Spaß.

Frage: Was ist das Lustigste, das dir jemals passiert ist?

Antwort: Oh, da müsste ich jetzt tief in der Erinnerungskiste kramen 😊 Es sind eher kleine Peinlichkeiten, über die ich später dann lachen kann, zB mit dem Absatz im Kopfsteinpflaster steckenbleiben und ohne Schuhe über die Straße gehen oder eine aufgerissene Hosennaht … die Klassiker eben 😉

Frage: Wie sieht dein Google-Suchverlauf aus?

Antwort: Och, im Moment ist der wirklich ganz harmlos. Ich suche nach Wolkenformationen, Wetter im Allgemeinen, recherchiere viel über die Sehenswürdigkeiten von Dresden. Aber als ich einen Ausflug ins Military Romance gewagt habe, war auch der Suchverlauf entsprechend gewagt 😛

Frage: Was wissen deine Leser noch nicht über dich?

Antwort: Gute Frage …

Frage: Was war dein emotionalstes Erlebnis beim Schreiben?

Antwort: Das Schreiben ist für immer mit sehr viel Emotionen verbunden. Ich bin von Haus aus ein sehr gefühlsbetonter Mensch und schreibe nach der Devise „ganz oder gar nicht“, also ich bin mit all meinen Gefühlen in meinen Geschichten drin und erlebe sie sozusagen mit. Sehr gelitten habe ich allerdings bei der Schlüsselszene in „Right beside You“.

Frage: Beschreibe dich mit einem Wort

Antwort: liebenswertlustigemotionalchaotischromantischverrücktauthentisch (das ist ein Wort 😛 )

Frage: Was findest du besser: Weihnachten oder Geburtstag?

Antwort: Ich mag beides 😉

Frage: Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Antwort: Ein gutes Buch ist für mich ein klassischer Pageturner, eines, das ich nicht aus der Hand legen kann, eines bei dem ich 25 mal „nur noch dieses eine Kapitel“ lesen will und dann die Nacht vorbei ist.

Frage: Wie schaffst du es neben deinem ‘normalen’ Brotjob, der Familie, Haushalt und Co noch zu schreiben?

Antwort: Ganz ehrlich? Manchmal frage ich mich das auch 😉 Es ist tatsächlich ein Drahtseilakt, allem gerecht zu werden. Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr letzten Jahres schreibe ich morgens, bevor der „eigentliche“ Alltag startet, oftmals schon eine Stunde. In der Regel komme ich tagsüber nur selten dazu, abends fehlt mir der Elan. Aber früh ist der kreative Part in meinem Kopf noch frisch und ich habe mich dran gewöhnt. Damit gelingt es mir ganz gut, neben dem normalen Leben noch das eine oder andere Buch zu schreiben.

Between your words

(Werbung | Rezensionsexemplar)

Rezension:

Was schafft man alles in 5 Minuten? Beziehungsweise genauer: was schafft man alles nicht?
Man schafft eine Maschine Wäsche zu waschen. Die aber auch noch aufzuhängen schafft man nicht.
Man kann die Küche aufräumen und sich einen Kaffee dabei machen. Den Kaffee nach getaner Arbeit auch zu trinken schafft man nicht.
Wenn man es genau nimmt, sind 5 Minuten eine sehr kleine Zeitspanne. Doch Thea schafft es in diesen kleinen Sequenzen eine Beziehung zu Jim, ihrem Pfleger aufzubauen. Für Jim ist das eine emotionale Achterbahn. Alle 5 Minuten muss er Thea erklären, dass sie einen Unfall hatte und die Ärzte an ihrem Fall arbeiten. Alle 5 Minuten schaut ihn seine Seelenverwandte schockiert an, weil sie ihn nicht mehr erkennt.

Emma Scott ist bekannt für ihre emotionalen Geschichten. Auch „Between your words“ bildet dort ganz sicher keine Ausnahme! Thea und Jim haben mir als Paarkonstellation ausgesprochen gut gefallen. Ihre Liebe hat etwas unschuldiges, da Jim nie versucht Thea zu bedrängen. Er kämpft für sie und möchte nichts unversucht lassen sie aus diesem Albtraum zu retten.
Typisch für die Autorin gibt es ein paar Kapitel voller Hoffnung. Voller Liebe. Und dann kommt der nächste Schlag. Am meisten habe ich bei Thea mitgelitten. Nicht da aber auch nicht weg bekommt sie mehr mit als ihre Schwester und die Ärzte glauben. Stellt euch nur mal vor ihr wärt in eurem Körper gefangen. Gefangen darin nur 5 Minuten zu leben…

Natürlich verrate ich jetzt nicht, wie das Buch ausgeht. Nur so viel: es lohnt sich all die Geschehnisse, Emotionen und Wandlungen selbst zu lesen. Emma Scott ist eine der Autoren, bei denen ich ohne nähere Infos jedes Buch kaufen würde.

Randinformationen:

Du bist so wundervoll, mein Schatz!

Rezension:

Dieses kleine Buch aus dem Penguin Verlag ist etwas ganz besonderes. Auf jeder Seite gibt es ein wunderschön illustriertes Bild und nur zwei Zeilen Text – immer im Reim. Dadurch verlieren die Kinder nicht so schnell die Lust am Buch und man kann ihnen vieles auf der Seite zeigen, bevor es weiter geht. Die Reime sind absolut kinderfreundlich, passen auch schön zu den beschriebenen Szenen.

Es geht darum das Selbstbewussstsein der Kinder zu stärken und die soziale Kompetenz zu fördern. Genau das ist auch wunderbar umgesetzt worden. Man sieht mal Mädchen, mal Jungs. Jegliche Haut- und Haarfarben sind vertreten. Es macht den Kindern bei vielen Alltagssituationen Mut. Zum Beispiel beim Einschlafen ohne Licht.

Ihr merkt, dass dieses Buch etwas wirklich besonderes ist und ich euch nur ans Herz legen kann.

Exemplarisch habe ich euch einen kleinen Reim mal rausgeschrieben:

„Schau dir deine Freunde an:

Oh wie anders man sein kann!

Ob klein, ob groß oder mit Hut:

Du findest alle Kinder gut.“

Eine absolute Herzensempfehlung für alle mit kleinen Kindern.

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Ich bin traurig, ich bin froh

Rezension:

Selbst uns Erwachsenen fällt es nicht immer leicht Gefühle zu zeigen oder sie bei anderen zu erkennen. Wie soll es da den Kleinsten unter uns gehen, die deutlich weniger Übung darin haben? Wie soll ein Kleinkind begreiflich machen, dass es keinen Fisch mag, Fußball spielen mag. Was es über Bären denkt oder aus dem Alltag: was es über den Kindergarten denkt?

„Ich bin traurig, ich bin froh“ hat kleine bebilderte Fragen jeglicher Themenbereiche aufgezeichnet, zu denen man die Kinder fragen kann. Da es dennoch schwer fällt Gefühle auszudrücken gibt es an der Seite 3 große Kreise mit jeder zwei verschiedenen Gesichtsausdrücken. Die sieht man immer – egal, auf welcher Seite man gerade ist.

Es gibt die Gefühle: glücklich, fröhlich, zufrieden – traurig, enttäuscht, unglücklich – wütend, zornig, verärgert – überrascht, erstaunt, erschrocken – ruhig, entspannt, gelassen und besorgt, unsicher, ängstlich.

Ihr merkt: eine ganze Palette an Gefühlen um mit den Kindern daran zu arbeiten sie zu verstehen. Ich erhoffe mir davon nach einer Trotzaktion besser hinterfragen zu können, wie mein Kind sich in der jeweiligen Situation gefühlt hat, wie es zu einem Gefühlsausbruch kommen konnte. Aber auch Gefühle erstmal benennen zu können zählt zu den Vorteilen dieses Buches.

Mein Kind mithilfe eines Buches zu fördern, zu verstehen und ihre Vorstellungskraft zu verbessern sind nur ein paar Vorzüge des Buches.

Daher kann ich es guten Gewissens allen Eltern eines 3-jährigen Kindes (oder älter empfehlen). Ein jüngeres Kind kann die Gefühle oder Situationen noch nicht genug einschätzen, meiner Meinung nach. Aber da ist natürlich jedes Kind individuell und wir Eltern können sie am Besten einschätzen.

Randinformationen:

Sei dabei bei der Tierärztin

Rezension:

Ich habe dieses Buch für meine Tochter gewollt um ihr ein paar Alltagssituationen einer Tierärztin zu zeigen, da wir selber drei Haustiere haben. Dadurch können wir ihr viele Situationen besser erklären.

Das Schöne an dem Buch ist, dass die Klappen das Buch zu einem interaktiven Erlebnis der Kids ist. Man begleitet die Tierärztin durch ihren Alltag. Beginnend beim Anziehen, über die Behandlung von Hund, Chamäleon und anderen tierischen Begleitern, bis hin zum Feierabend und nach Hause kommen.

Auch bei diesem Buch hat Penguin Junior darauf geachtet die Diversität aufzuzeigen. Im Wartebereich sitzen deshalb Kinder verschiedenen Aussehens und sogar ein Junge im Rollstuhl wird gezeigt. Das habe ich so bei kaum einem Verlag gesehen, weshalb ich dies nochmal gesondert hervorheben wollte.

Dieses Buch ist Teil einer Reihe. Die Kinder können dadurch auch noch die Baustelle, Küche und das Weltall kennenlernen. Eine schön kontruierte Reihe für die Kleinsten von uns!

Randinformationen:

Elsa Stern

Schon von klein auf hat Elsa gerne geschrieben. Was mit einem Kochbuch mit vier Jahren begann hat nun zu dem Buch ‘Liebe, Männer, Eierlikör und andere Katastrophen’ geführt. Dazwischen gab es viel Liebeslyrik, Fanfictions und später veröffentlichte Kurzgeschichten und Kolumnen. Doch nicht nur ihre Schreiberfolge sind vielfältig, sondern auch die Orte, an denen sie geschrieben hat: England, Amerika und schlussendlich doch wieder Salzburg. Dort lebt sie auch heute noch mit ihrer Tochter und geht einem Brotberuf nach. Doch die Liebe zum Schreiben wird sie auch weiterhin begleiten.

Frage: Aktuell konntest du mit deinem Roman ‘Liebe, Männer, Eierlikör und andere Katastrophen’ schon Erfolge sammeln. Was steht als nächstes auf dem Plan? Arbeitest dugerade an einer neuen Geschichte?Antwort: Danke erst mal für das Interview und die Möglichkeit mich vorzustellen! Der Plan für 2021 ist tatsächlich sehr vollgepackt. Ich habe vier Manuskripte in den Startlöchern und hoffe, dass zeitlich alles so klappt, wie ich mir das wünsche, damit sie auch alle vier dieses Jahr veröffentlicht werden. Darunter ist erst mal auch eine Neuauflage von „Liebe, Männer, Eierlikör … und andere Katastrophen“, im Sommer möchte ich gerne den zweiten Teil „Liebe, Männer, Eierlikör … und noch mehr Katastrophen“ auf den Markt bringen und im Spätherbst soll es dieses Jahr dann auch eine Weihnachtsgeschichte über das Sternderl geben. Außerdem habe ich in den letzten Monaten „zum Ausgleich“ ein Buch in einem ganz anderen Genre geschrieben, das allerdings unter einem geschlossenen Pseudonym veröffentlicht wird. Das ist mehr oder weniger ein kleines „Experiment“ und wird mein erster Alleingang im SP sein. Es dient v.a. dazu, die Abläufe gut zu kennen, bevor ich mich an die Veröffentlichung der Elsa Bücher im SP wage.

Frage: Dein Pseudonym ist gleichzeitig der Name deiner Protagonistin. Wie kam es dazu?

Antwort: Die Frage bekomme ich öfter mal gestellt. Ja, ich gebe zu, das kann ein wenig verwirren, was aber keine Absicht ist. Mittlerweile schreibe ich seit 15 Jahren unter dem Pseudonym Elsa Stern. Das Ganze begann aber eigentlich damit, dass ich selber auf einer Singleplattform ein paar Erlebnisse der anderen Art hatte und diese irgendwie aufarbeiten musste. Deswegen habe ich angefangen im Internet zu bloggen, wollte aber aus diversen Gründen nicht meinen richtigen Namen unter den Blog setzen und schrieb dann eben unter dem Pseudonym Elsa Stern über mich als Elsa Stern. Nach und nach hat sich dann mein Privatleben aber beruhigt und ich habe mir immer mehr Geschichten einfach ausgedacht und so ist aus der Elsa Stern im Blog dann eine eigenständige Figur entstanden, die ihr ganz eigenes Leben führt, das mit meinem nichts mehr zu tun hat. Allerdings war der Blog bzw. später dann auch die wöchentliche Kolumne, die ich in einer österreichischen Zeitschrift geschrieben habe, relativ erfolgreich und viele Leserinnen kannten „mich“ dann schon unter dem Namen Elsa Stern, deswegen wollte ich das Pseudonym nicht aufgeben. Die Figur der Elsa selbst anders zu nennen, brachte ich aber auch nicht übers Herz. Mittlerweile ist es so, dass ich das Sternderl mehr wie eine kleine Schwester von mir sehe, auf die man immer aufpassen muss und vor der man seinen Eierlikör verstecken muss. 😉

Frage: Fließen bei dir auch Charaktereigenschaften von dir selbst in deine Protagonisten ein?

Antwort: Das schließt wunderbar an die vorherige Frage an 😊 Nachdem ich ganz zuBeginn über mich selber geschrieben habe, gibt es auf jeden Fall ein paarCharaktereigenschaften, die ich mit Elsa teile. Ich bin oft auch extrem schusseligunterwegs, „zerdenke“ sehr viel und das eine oder andere Fettnäpfchen, in das Elsatappst, könnte so oder ähnlich auch mir selber passieren. Andererseits ist es aber auchso, dass ich versuche, mir ein paar der Eigenschaften, die Elsa hat, abzuschauen. Sienimmt das Leben und die Probleme, die sie hat, nicht so ernst sondern eher mit einergehörigen Portion schwarzem Humor und Sarkasmus und ist im Grunde auch immeroptimistisch, das sind z.B. zwei Eigenschaften, die bei mir selber noch ausbaufähig sind.Also manchmal, wenn mich ein Problemchen zwickt, dann setze ich mich tatsächlich hinund überlege, was die Elsa in so einer Situation wohl machen würde.Es gibt aber auch Bereiche, da sind wir völlig konträr. Ich bekomme beispielsweise seitdem Erscheinen des Buches von allen möglichen Bekannten und Freunden ständigEierlikör geschenkt, den ich selber aber gar nicht soooo gerne trinke.

Frage: Wie gehst du mit negativer Kritik um?

Antwort: Ich hatte bis jetzt das Glück, dass ich mir darum nicht so viel Gedanken machen musste, aber natürlich war die „Angst vor Verriss“ da, vor allem beim ersten Buch, da man ja nicht weiß, wie die Leser darauf reagieren. Mir selber helfen die folgenden Überlegungen:

1. Jeder hat einen anderen Geschmack und jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung. So wie mir nicht alles gefällt, was andere toll finden, mag auch nicht jeder das, was ich toll finde. Mein Anspruch bei meinem Roman war, dass ich etwas schreibe, was ich selber gerne lesen möchte und so wie das Buch im Endeffekt geworden ist, war es für mich genau richtig. Ich war beim Schreiben also selber meine Zielgruppe. Dass das dann nicht jeder genauso toll findet wie ich, ist einfach ein Fakt. Man kann es nicht allen Recht machen, aberich bin stolz auf mein Buch. Ich hätte es auch anders schreiben können, so dass es vielleicht mehr „markttauglich“ ist, aber dann könnte ich auch nicht zu 100% voll und ganz dahinterstehen.

2. Ich weiß, dass mein Buch Ecken und Kanten hat, an denen sich einige Leserinnen stoßenwerden. Das fängt bei der Sprache an, die bewusst österreichisch klingt und auch österreichische Ausdrücke enthält, und hört beim Humor auf, den nicht jeder mag. Andererseits sind es aber genau diese Ecken und Kanten, die ein gewisses Alleinstellungsmerkmal darstellen, auf das ich nicht verzichten möchte und ich habe auch gemerkt, dass es genau das ist, was viele Leser so toll an dem Buch finden, dass es eben mal ein wenig „anders“ ist.

3. Bei Kritik kommt es immer auch darauf an, was man damit anfängt oder anfangen kann. Von konstruktiver Kritik kann man lernen oder sie auch abhaken unter dem Motto „Let’s agree to disagree“. Bei meiner Lovelybooks Leserunde z.B. war das Echo durchwegs sehr positiv, ein paar Details wurden aber von mehreren Leserinnen angesprochen, die ich selbst beim Schreiben gar nicht auf dem Schirm hatte und an denen ich bei der Neuauflage arbeiten kann. Andere Kritik, die sich nicht auf den Inhalt des Buches selbst bezieht oder überhaupt einfach nur eine nicht begründete Meinung ist, nehme ich mir weder zu Herzen noch ernst.

Frage: Nie wieder schreiben oder nie wieder lesen?

Antwort: Die Frage ist ja mal so richtig gemein! Spontan hätte ich wahrscheinlich gesagt… nie wieder schreiben. Einfach aus dem Grund, weil Lesen für mich ein Grundbedürfnis ist und weil ich zu neugierig und wissensdurstig bin, um auf die Gedanken und das Wissen anderer verzichten zu wollen. Ich meine, stell dir bloß mal vor, du hast Schnupfen und Ausschlag und könntest nicht bei Dr. Google „nachlesen“, was da zu tun ist… Andererseits ist Schreiben für mich Kommunikation und hatte für mich auch lange eine therapeutische Komponente. Es ist also wirklich eine ziemlich schwierige Frage. Kann ich mir nicht lieber den linken Arm abhacken lassen?

Frage: Mit welchem Buch hat deine Leidenschaft fürs Lesen begonnen?

Antwort: Ich möchte an der Stelle gerne meinen Eltern die Schuld für meine Leseleidenschaft geben. Sie haben mir als Kind immer vor dem Einschlafen vorgelesen. Mit fünf Jahren habe ich mir das Lesen dann selbst beigebracht, weil ich nicht mehr abhängig davon sein wollte, ob meine Eltern Zeit zum Vorlesen haben. Eins der ersten Bücher, das ich selbst gelesen habe, war „Pipi Langstrumpf“ – eine Figur, die ich nach wie vor liebe unddie auch Vorbild war, als ich mir meine Haare rot gefärbt habe. Sehr viel später hat ein Buchdann aber meinen gesamten Lebensplan über den Haufen geworfen. Das war Harry Potter und diese Reihe war dafür verantwortlich, dass ich zwei Wochen vor der Inskription fürs Studium noch mal von Jura auf Germanistik und Anglistik umgestiegen bin (was ich bis heute auch nicht bereut habe).

Frage: Magst du bookish merch? Falls ja: Welcher ist dein liebster?

Antwort: Ich muss zugeben, dass ich nie die Leserin war, die ihr Bücherregal nach Farben sortiert hat oder es besonders dekoriert hat, obwohl ich das total schön finde und die „Shelfies“ immer bewundere! In meinen Bücherregalen herrscht das geordnete Chaos, was aber nur daran liegt, dass ich zu wenig Regal habe und nicht etwa daran, dass ich zu viele Bücher hätte! Bookish Merch wurde bei mir also eigentlich erst Thema, als mein eigenes Buch erschienen ist, weil ich gemerkt habe, wie viel Spaß es mir macht, Postkarten, Lesezeichen und andere Goodies zu designen. Mein liebster Merch sind Buchbeutel und Taschen oder doch Postkarten… oder Kerzen? Hmmm… 😉

Frage: Beschreibe dich mit einem Wort:

Antwort: Anders. Ich habe schon öfter mal das Feedback von Lesern bekommen, dass sie sich mich ganz anders vorstellen, als ich tatsächlich bin. Eine kleine Geschichte dazu: Ich war mal auf einem Bloggertreffen mit Lesern und Bloggern, bei dem ich mich mit meinem echten Namen vorgestellt habe. Irgendwann im Laufe des Abends kam dann die Sprache auf „Elsa Stern“ und jemand meinte, dass „sie“ ja auch zugesagt hätte zu kommen. Da musste ich mich dann „outen“ und hab nur ganz ungläubige Blicke geerntet. Ich hab dann sehr gelacht, als eine Leserin meinte, sie hätte gedacht, dass ich viel „ausgeflippter“ wäre.

Frage: Welches Buch steht ganz oben auf deiner Wunschliste?

Antwort: Ich muss jetzt ein Geständnis ablegen: Ich habe keine, und ich meine damit absolut keine Zurückhaltung, wenn es um Bücher geht. Das heißt, wenn ich ein Buch lesen will, dann wird das sofort gekauft, entweder als E-book oder noch besser als Hörbuch, ich kann dann nicht warten und das lange auf eine Wunschliste schreiben, darum habe ich sowas auch nicht. Es gibt aber ein paar Bücher, die ich ganz gerne signiert hätte, sowas steht dann schon auf meiner Wunschliste 😊

Dana und das Geheimnis des magischen Kristalls

(Werbung | Rezensionsexemplar)

Rezension:

„Dana und das Geheimnis des magischen Kristalls“ ist anders, als ich es erwartet habe.

An den Schreibstil musste ich mich anfangs noch etwas gewöhnen, doch nach ein paar Kapiteln war er flüssig zu lesen.
Dana selbst lebt in einer Zwergenwelt und weiss Anfangs noch nichts über ihre eigene Geschichte. Sie lernt in diesem Buch viel über sich.
Allerdings glaube ich nicht, dass dieses Buch schon für 10-jährige passend ist. Dafür ist der Schreibstil (meiner Meinung nach) nicht kindlich genug und die Kapitel etwas zu lang.
Ältere Kinder finden sicher aber viel Freude an Danas Geschichte.
Besonders das Ende lässt einen auf weitere Teile hoffen – die es mittlerweile auch schon gibt.
Im Gesamtpaket ist es eine schöne Geschichte, die Kindern viel Freude bereiten kann.

Randinformationen:

Der Drache aus dem Pflaumenbaum

(Werbung | Rezensionsexemplar )

Rezension:

Dieses Buch ist so unglaublich süß! Zwar sind nicht sonderlich viele Bilder vorhanden, doch dies ist bei der Altergruppe auch nicht mehr zwingen notwendig. Lisa und der Drache Funkel erleben wunderschöne Abenteuer. Man ist schon ganz neidisch auf diesen kleinen blauen Freund – besonders die Kinder wollen jetzt auch einen Funkel. Das Buch zeigt, dass Freundschaft nicht immer gleich sein muss. Doch vordergründig steht natürlich der Spaß und die Abenteuer.
Lisa und Funkel kann ich jedem kleinen Abenteurer nur ans Herz legen.
Schön gestaltet, liebevoll geschrieben und jeder Band ist von der Länge her gerade richtig für Kinder.

Randinformation:

1 Dose Tomaten – 33 Gerichte

(Werbung | Rezensionsexemplar)

Rezension:

Eine universelle Zutat und 33 verschieden Zubereitungsvarianten.
Die Rezepte finde ich wirklich gelungen! Zwar ist auch hier und da die Rede von frischen Tomaten, doch dieses Rezeptbuch ist wirklich vielfältig. Partyhäppchen, klassische Lasagne… aber nicht nur die Rezepte konnten mich überzeugen sondern auch die Aufmachung! Jedes Rezept hat eine Doppelseite, sodass es immer Rezeptbilder gibt.

Also von mir: klare Kochempfehlung!

Randinformationen:

Sontje Beermann

Neben dem Schreiben arbeitet sie noch als Personalleiterin und meistert den alltäglichen Wahnsinn. Ihre Bücher haben immer eine Portion Humor, Musik und ab und zu eine Prise aufregendes Prickeln. Sie glaubt an die großen Gefühle und Chancen im Leben.
So vielfältig wie ihre Leidenschaften sind, sind auch die Genres, in denen sie schreibt:
von Rockstar über Sports Romance bis hin zu Insel- und Liebesromanen ist alles dabei.

Frage: Deine Romance Bücher sind sehr vielfältig mit Rock, Contemporary und Sports Romance. Liest du denn ebenso gemischt?

Antwort: Ja, das tue ich tatsächlich. Der Klappentext muss mich überzeugen und die Geschichte muss mich sofort in ihren Bann ziehen. Wichtig ist, dass die Liebe ein großes Thema ist. Die suche ich sogar in Thrillern oder Science Fiction 😆

Frage: In welchem Genre würdest du auch gerne etwas schreiben?

Antwort: Eine Herausforderung wäre auf jeden Fall Science Fiction, das liebe ich seit meiner Kindheit. Seit etwa 25 Jahren arbeite ich immer wieder ein einem solchen Roman, einer Space Opera, aber da hat sich bereits verdammt viel Liebe und auch ein großer Anteil Erotik eingeschlichen. Mal sehen, wann ich diese Geschichte vollende und veröffentliche.

Frage: Woher nimmst du deine Ideen?

Antwort: Die kommen von ganz allein, sobald meine Gedanken schweifen können. Beim Autofahren (zB zur Arbeit), Fernsehgucken, Stricken … Manchmal springt mich eine große Idee an, sozusagen für ein ganzes Buch, aber manchmal sind es nur Details, die sich dann irgendwann durch eine weitere Idee zu einer Romanidee verbinden.

Frage: Wo schreibst du am liebsten?

Antwort: Am allerliebsten in der Himmel & Meer – Lounge auf einer MeinSchiff, mit Blick aufs Wasser. Da das aber höchstens einmal im Jahr möglich ist, nehme ich auch gerne meinen Schreibtisch. Wichtig ist aber immer ein Fenster, zu dem ich mal hinausträumen kann.

Frage: Wenn eine Fee dir einen perfekten Autorentag anböte, wie sähe der aus?

Antwort: Keine Familie um mich herum, morgens eine Runde Sport (Nordic Walking, Radfahren o.ö.) und nach dem Duschen an den Laptop. Die Mahlzeiten müssten schnell zuzubereiten sein. Ich würde eine meiner Schreib-Playlists starten (Glam-Rock, Power Writing, Epic Writing, 80er oder Chill Out EDM, je nach Stimmung), alle paar Stunden mal eine Zeitlang auf die Couch wechseln und den Schreibflow voll ausreizen. Hach, das wäre mal was!

Frage: Was war dein emotionalstes Erlebnis beim Schreiben?

Antwort: Das eine emotionalste Erlebnis beim Schreiben hatte ich noch nicht. Ich heule immer, wenn es emotional wird – wenn ich den Protas das Herz brechen muss, wenn sie leiden, wenn ich sie wieder zusammenbringe.

Frage: Unterstützt dich deine Familie beim “Autoren sein”?

Antwort: Manchmal wird es ihnen zu viel, wenn ich phasenweise nur vor dem Laptop hocke, aber ansonsten schon, ja.

Frage: Welcher Schokolade kannst du nicht widerstehen: weiße, Vollmilch oder zartbitter Schokolade?

Antwort: Zartbitter. Oder lieber Edelherb bzw. Rum-Traube-Nuss.

Frage: Was tust du gegen Schreibblockaden?

Antwort: Richtige Blockaden hatte ich zum Glück noch nicht. Ich kann nur nicht schreiben, wenn ich mental erschöpft bin, und dann hilft eh nur ausruhen. Lesen, fernsehen …

Frage: Du darfst auf eine einsame Insel nur drei Gegenstände mitnehmen. Welche wären das?

Antwort: Laptop, Handy mit all meinen Playlists, Notstromaggregat.

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